• Enten

    Eine vereiste Fensterscheibe im Küchenfenster versperrt mir die Sicht auf die ganze Welt. Es war sehr kalt nachts und der Frost hat sich besonders ausgezeichnet. Eisblumen und Eisfarnblättern schmücken die Scheibe, ähnlich denen, die ich im Herbst im Wald in der Nähe unseres Dorfes gesehen habe, wo meine Mutter und ich Pilze sammelten. Ich hauche…

  • Kaczki

    Zaszroniona szyba w kuchennym oknie zasłania mi widok na cały świat. Jest bardzo zimno, a mróz tej nocy szczególnie się popisał. Lodowe kwiaty przyozdobił liśćmi paproci, podobnymi do tych, które jeszcze jesienią widziałam w naszym lesie. To było niedaleko od grodziska. Tam, gdzie zbierałyśmy z mamą grzyby.Chucham na szybę, choć trochę mi żal, że zaraz…

  • Porno-Filmchen

    Porno-Filmchen Ich weiß nicht, wer von uns zuerst aufwacht. Ich oder sie – die von meinem Innerem. Und ich weiß nicht, wer schlechter gelaunt ist und wütender. Wir fühlen uns beide wie aufgeblasene Ballons, bereit jederzeit zu platzen, und das mit einem lauten Knall. Ich würde meine Mutter genauso hart einen knallen. Direkt ins Gesicht!…

  • Hoffnungslos hässliche Haare

    „Du hast hoffnungslos hässliche Haare“, sagt Mama jeden Morgen, wenn sie mich kämmt. Ich will diese dummen Pferdeschwänze und die abscheulichen blauen Punktschleifen nicht! Ich nehme sie ab, sobald ich um die Ecke verschwinde und niemand mich mehr vom Fenster sehen kann. Verfluchte enge Gummis, ausgeschnitten aus einem alten Schlauch. Mein Kopf tut weh, wenn…

  • Byle jakie włosy

    „Masz byle jakie włosy”, mówi mama każdego ranka, kiedy mnie czesze. Nie chcę tych głupich kucyków i wstrętnej kokardy w niebieskie kropki! Zdejmują je, gdy tylko znikam za zakrętem drogi i nikt mnie już z okna nie widzi. Przeklęte ciasne gumki, wycięte ze starej dętki. Tylko boli mnie głowa, ciągnąc za włosy przy karku. Dlaczego…

  • Attraktivität

    Nur der Spiegel sagt die ganze Wahrheit. Ich brauche keine anderen Worte, denn dort auf der anderen Seite sehe ich alles. Ich stehe da und betrachte mich mit Bedauern. Selbstmitleid mischt sich mit Ekel. Mit bösem Blick streife ich über meinen Bauch. Wampe. Ich bin fett. Fett und hässlich. Dazu noch picklig. Einfach nur Mist.…

  • Ewige Wanderer

    FÜR MEINE GROßELTERN Es sind schon so viele Jahre vergangen, und doch leben wir immer noch mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, einer Geschichte, über die so wenig gesprochen wird. Wir fragen, aber manchmal werden nur spärliche Geschichten erzählt. Das Leben war vor dem Krieg und ist nach dem Krieg. Aber was geschah in der sogenannten Zwischenzeit? Vor…

  • Ehe

    Wir spielen Mann und Frau, manchmal auch ein Paar mit einem Kind, wenn wir Artur in unser Häuschen am Waldrand ziehen müssen. Mama drängt ihn oft unter unsere Aufsicht, um mit der Arbeit fertig zu werden. Meistens ist Agnieszka der Mann, weil sie älter und größer ist, und ich bin die Frau, mein Bruder ist…

  • Stempel

    Jeden und denselben Sonntag singen wir das gleiche Lied, so eine Art Lied: „Gib mir ein Bein, gib mir ein Bein, denn ohne Bein kann ich nicht leben…“ Ich weiß nicht, woher dieses Lied in unserer Familie stammt, aber ich höre es jeden Sonntag. Nicht von Mama. Papa und Oma Wandziasingen es so. Das Lied ergibt keinen…

  • Oma Jasia

    Für meine geliebte Oma Jasia   Alle Kinder wollen mit mir spielen. Sie kommen und fragen, ob sie da ist, ob sie gekommen ist, wann sie wieder da sein wird. Am liebsten mag ich die dicke Marlena. Kurz geschnittene Ponyfrisur, runde Wangen, immer lächelnd. Sie ist nicht so hübsch wie ihre Schwester-Mode-Püppchen, Monika. Aber ich mag Marlena…

  • Mein Großvater und ich

      Für Großvater Czesiek   Jeden Morgen sitzen wir in der sonnendurchfluteten Küche. Das Feuer im Ofen ist noch nicht angezündet, aber schon herrscht angenehme Wärme. Strahlt sie von dir aus, mein geliebter Meister der morgendlichen Zeremonien?   Jeden Morgen wiederholen wir die gleichen, nur unsere eigenen, heiligen Rituale. Spiegeleier auf knisterndem Schmalz, süßer Tee aus einer Aluminiumtasse, eine…

  • Pfützen

    Nach dem Sturm sind die Pfützen voller schlammigen Wassers. Ich gehe in die Pfütze und falle hinein wie ein Stein. Ich spritze, freue mich und werde schmutzig. Niemand sieht mich, niemand meckert. Also noch einmal. Noch stärker – platsch! Platsch! Platsch! Platsch ins Wasser! In die tieferen, dunkleren, trüberen. Platsch! Wasser fließt in die Gummistiefel, spritzt…

  • Alter Bär und andere Spiele

    Das erste Spiel, das ich in der Vorschule lerne, ist „Der alte Bär schläft fest“. Alle mögen es, aber ich habe ein wenig Angst, wenn Norbert oder Artur mit einem Schrei auf mich zukommen und so tun, als würden sie mich gleich wie ein Bär verschlingen. Ich bevorzuge „Ich habe ein besticktes Taschentuch“. Melodie und…

  • Schwarze Schürze

    Schwarze Schürze für die erste Klasse als Schuluniform. Aus Łódź, eine Erinnerung an meine erste große Reise. Eine Tafel zum Erlernen der Multiplikation, ein weiteres Erinnerungsstück. Alle in der Schule tragen blaue Uniforme mit langen Ärmeln und weißem Kragen, nur ich bin anders. Meine Schürze ist kurz und mit Rüschen, eher russisch, wie in russischen Filmen. Zwei Zöpfe mit…

  • Katzenmama

    „Katzenmama“ ist mein Lieblingsbuch. Ich bringe es nach Hause und fange sofort an zu lesen, schon auf dem Weg von der Schule konnte ich es kaum erwarten. Ich bin stolz, weil die Katzenmama eine Schürze hat, die meiner so ähnlich ist, mit Rüschen an den Schultern. Jetzt sehe ich, dass sie gar nicht so schrecklich ist,…